Meldung vom 28.04.2016
Schimmel!
Der Schrecken einer jeden Wohnung!
Wie kann man Schimmelbefall am besten vorbeugen?
Durch Kochdunst, beim Duschen und durch die menschlichen Ausdünstungen verdampft täglich viel Wasser in einer Wohnung (z. B. 10,5 Liter bei einer dreiköpfigen Familie).
Auf die Dauer kann dies, wenn keine frische Luft zugeführt wird, feuchte Schäden an den Gebäudeteilen verstärken, die Schimmelbildung fördern, das Gesundheitsrisiko durch Milben und Sporen erhöhen und zu den gefürchteten schwarzen Flecken an Wänden führen.
Bekanntermaßen erwärmt sich feuchte Luft langsam und das bedeutet, dass die Heizkosten unweigerlich steigen.
Gegen alle diese negativen Auswirkungen hilft intensives, richtiges und regelmäßiges Lüften. Frischluftzufuhr beugt nicht nur dem Schimmel vor, sondern spart auch Energie, ist somit gut für unsere Umwelt, befördert Schadstoffe und verbrauchte Luft nach draußen und sorgt für eine vernünftige Zimmeratmosphäre. Gleichzeitig steigt dadurch der Wohnkomfort enorm.
Heutzutage werden Neubauten tendenziell aufgrund von Energiesparmaßnahmen und Unterhaltskosten fast luftundurchlässig gebaut. Gerade aus diesem Grund ist ein bewusstes Lüften unabdingbar. In Altbauten ist ein anderes Raumklima zu verzeichnen und die Lüftung regelt sich in großen Teilen von selbst. Allerdings gibt es auch hier Empfehlungen für energieeffizientere Methoden. Wenn man die Luftfeuchtigkeit im Raum mit einem Hygrometer misst, sollte die relative Feuchte im Zimmer zwischen 40 % und 60 % betragen. Handelsübliche einfache Hygrometer bekommt man im Fachhandel bereits ab 4 Euro pro Stück.
Stoßlüften – ja oder nein?
Ein Fenster für frische Luft in Kippstellung zu öffnen, ist höchst ineffizient und nicht zu empfehlen. Nur das Stoßlüften spart am meisten Energie. In einen Wohn- und Schlafraum sollte man täglich zwei- bis dreimal frische Luft bei vollständig geöffneten Fenstern einlassen (Empfehlung: jeweils ca. 10 Minuten). In Küchen und Bädern lüftet man am besten immer nach dem Kochen oder Duschen.
Das Wetter spielt für das Lüften keine Rolle, denn auch bei Regen sollte man durchlüften.
Querlüften – gut oder schlecht?
Unter Querlüften versteht man einen Luftaustausch, der durch das gleichzeitige Öffnen gegenüberliegender Fenster erfolgt. Diese Art des Lüftens verschafft noch schnelleren Erfolg, denn die Dauer der effektiven Lüftung beträgt im Durchschnitt 3 Minuten.