Meldung vom 01.08.2025
Private Kleinvermieter, die etwa zwei Drittel des deutschen Mietwohnungsbestands stellen, fühlen sich in der aktuellen Wohnungspolitik häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Laut einer aktuellen Umfrage von Haus & Grund sehen sie sich durch ständig neue Miet- und Modernisierungsauflagen zunehmend herausgefordert.
Die Umfrage zeigt, dass über die Hälfte (56,3 %) der Kleinvermieter ein bis fünf Wohnungen besitzen und die Mieteinnahmen oft nur zur Altersvorsorge oder zum Erhalt der Immobilie dienen. Viele agieren ohne unternehmerische Strukturen. Zwei Drittel der Vermieter erzielen weniger als 30.000 Euro Mieteinnahmen pro Jahr (vor Steuern und Ausgaben), und bei 13 % übersteigen die Kosten sogar die Einnahmen. Dies unterstreicht, dass private Vermietung für viele kein gewinnorientiertes Geschäftsmodell ist, sondern eher auf langfristigen Erhalt und sozialen Ausgleich abzielt.
Ein Großteil der Vermieter (über 60 %) erhöht die Miete nur zögerlich oder passt sie nur moderat an. Häufig wird aus Rücksicht auf langjährige Mieter sogar bewusst auf Erhöhungen verzichtet, selbst wenn die Betriebskosten steigen. Dieses soziale Verantwortungsgefühl wird in der politischen Debatte kaum gewürdigt. Verbandspräsident Kai Warnecke fordert daher eine mietrechtliche Sonderstellung für diese Gruppe, da sie sich deutlich von großen Immobilienkonzernen unterscheidet.
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